KEFF
KEFF
Das Erstellen von Förderplänen an der Freiherr-vom-Stein Realschule in Krefeld erfolgt gemäß der rechtlichen Vorgaben. Dies betrifft sowohl die Arbeit mit Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf, aber auch mit jenen, deren erfolgreiches Lernen in irgendeiner Weise gefährdet erscheint. Das Team aus Sonderpädagogen, Schulsozialarbeitern und Beratungslehrern hat in den letzten Jahren geeignete Formulare entwickelt. Das Verfahren KEFF schließt die Rückmeldungen / Beobachtungen aller an der Förderung des jeweiligen Kindes beteiligten Lehrerinnen und Lehrer mit ein.
Entwickelt wurde eine kooperativen Form der Beratung für die Freiherr-vom-Stein Realschule, so dass möglichst alle Beteiligten eingebunden werden. Es werden im günstigsten Fall pro Kind und Förderplan ein, maximal zwei s.m.a.r.t.e Ziele vereinbart, an die sich jeder Beteiligte gut erinnern kann.
Die Notwendigkeit, im Gespräch Informationen zu den Schülern zu erhalten, eigene Erfahrungen weitergeben zu können, Chancen durch den Austausch zu erkennen, um schließlich Förderziele benennen zu können, wächst zunehmend.
Für eine gelingende Inklusion ist die Förderplanung und der Kompetenztransfer im Zuge kollegialer Beratung sowie eine Kommunikationsstruktur, die Teambesprechungen gewährleistet und die regelmäßige Aufnahme inklusiver Themen in Konferenzen sicherstellt, wichtig. Ein Austausch aller beteiligten (Kind, Unterrichtende, Eltern) wird mit KEFF angestrebt, da die Kooperative Erstellung und Fortschreibung von Förderplänen eine strukturierte, zielorientierten Gesprächskultur anstrebt und ermöglicht. KEFF ist im Jahresplan implementiert und findet halbjährig für ausgewählte SchülerInnen und Schüler statt.
Philosophische und lernpsychologische Basis von KEFF:
Ausgehend von den bei z.B. Piaget und Wazlawik entwickelten Ideen, ist der Kognitivismus eine kognitive Lerntheorie, die die individuelle Informationsverarbeitung des Lernenden in den Mittelpunkt stellt. Es geht dabei um eine selbst konstruierte Weltsicht des Menschen und dessen selektive Wahrnehmung. Daraus abgeleitet ergibt sich ein zentraler Punkt der KEFF: Die Notwendigkeit, den Schüler als Experten seiner Selbst mit einzubeziehen in die Ideen seiner Förderung, spätestens in der Phase der Evaluation und der Frage nach erreichten und nicht-erreichten Zielen. Wenn die Ziele, die im Förderplan festgehalten werden, auch die Ziele des jeweiligen Schülers sind, steigt die Wahrscheinlichkeit, sie zu erreichen.